die beste erfindung aller zeiten – 19821

Alles wurde besser als Apple neulich die Mausfunktion beim iPad zugelassen hat. Ich meine wirklich alles. Diese Veränderung spüren die Menschen bis in den letzten Winkel der Welt. 

Nun. Also. Auch wieder neulich hatte ich den Impuls, was zu schreiben als diese 53 hirn- und geistlosen Schauspieler ihre sogenannten, in Anführungzeichen „ironischen“ Videos ins Internet stellten. Als ich das gesehen habe, ist mir fast die Hutschnur geplatzt. Ich dachte quasi, dass mich der Affe lausen täte. Aber dann dachte ich mir, ja, brat mir doch einer einen Storch, das ist wahrlich nicht ratsam, seinen ganzen Hass immer gleich ins Internet zu kübeln. Ich bin ja nicht auf Twitter. 

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instant hope – 19782

Meine (alte) (wenn nicht so gar uralte) Freundin Christina schrub mir unlängst auf WhatApp, dass sie meinen letzten Post hier gelesen habe und mir wurde erst dadurch deutlich, nachdem ich mir das mal durchgelesen habe, dass das ja krass negativ und hoffnungslos erschien, was ich da schrieb. Ich lese mir das ja nie nochmal durch, bevor ich es poste.

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junk3rjørg3000_$$$ – 19780

Das ist der 383. Tag im Home Office (forever). Ich (denke, ich) werde nie wieder in einem normalen Büro arbeiten (wollen). Zwischendurch werde ich gewiss ein wenig rammdösig, aber eigentlich geht’s gut. Wenn mir der Winter zu sehr auf die Nerven geht, nehme ich die Oculus und laufe zum Beispiel durch irische Dörfer oder über die Hardangervidda. Oder ich versuche mir ein Brillengestell auf dem 3D-Drucker auszudrucken („Haas, du musst noch viel lerne‘!“). Ich kann aber nicht richtig klagen. Und dann frage ich mich, warum eigentlich nicht? Warum klage ich eigentlich nicht? Weil ich hier am Rande des Waldes lebe und die Menschheit irgendwo da unten im Dorf? Weil ich so ein vergesslicher Hund bin, so dass ich jeden Morgen aufstehe und denke, ach, wird schon gehen, bis mir beim allmorgendlichen Gang ins Bad wieder auf- oder einfällt, dass ich ja gar nicht gehen kann und jeder Schritt weh tut? Vergesse ich einfach, zu klagen? Und wenn ich morgens ein wenig zaudere mit den Umständen, ja, dann trinke ich vier Expressos und dann fange ich einfach an. Ich fange jeden Morgen wieder an. Da habe ich auch in den schlimmsten Depressionsphasen gemacht. Einfach angefangen. Mit dem, was ich kann und mit dem, von dem ich weiß, was als nächstes zu tun ist. So kann ich auch die Pandemie bewältigen. Denke ich oft. Nicht immer. Aber immer noch. Ich höre mir an, was die Virologen und Karl Lauterbach sagen und dann mache ich das so. Es gibt da nichts zu diskutieren. Mit wem auch?! Aktuell warten wir auf die 3. Welle. Die liebe, liebe Frau sagte heute, „Weißt Du noch, Bergamo, vor einem Jahr. Wie das Militär da die Leichen aus der Stadt gefahren hat?“, „Ja!“, sage ich. Und dann machen wir das so, wie Drosten und Lauterbach das sagen. Jeden Tag. Seit einem Jahr. Und jetzt? Wem soll man das noch erzählen? Wer hört noch zu? Wer hat noch die Kraft dazu? Es ist nicht mehr vermittelbar. Vor einem Jahr, da sind wir einmal in der Woche zum Rewe nach Oestrich-Winkel gefahren und der Himmel war blau und rein und frei von Kondensstreifen und die Straßen waren leer und man dachte, das ist ja fast wunderbar, wenn nur das Virus nicht wäre. Wir machten das ganz gut. Die paar Idioten steckten wir weg. Die stecken wir weg. 

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346 – 19743

Status: COVID-19-Pandemie1

Hi Fans,

i am it!

Und zwar Folgendes: Es ist viel passiert seit dem 6. Januar 2021, dem Tag, an welchem ich zuletzt schrub. Nämlich: nichts!

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der herr der zukunft – 19693

Status: COVID-19-Pandemie1

Also, es ist so: Wir wohnen hier in einer Art skurrilem Paradies. Das Häuschen, das wir bewohnen, ist nicht direkt eine Luxusbude, aber es reicht uns und es ist gemütlich. Gemütlichkeit ist richtig und wichtig. Das Häuschen steht jedoch auf einem Gelände, man kann es auch Anwesen nennen, und darauf wohnen diverse Menschen, die sich um das Anwesen kümmern sowie 1 Gräfin, 2 Katzen, 1 Hund, ein paar Ziegen, diverse Rehe, 1 Wildschweinfamilie und ein oder mehrere Füchse, die ich nicht auseinanderhalten kann. Füchse sehen alle gleich aus. Einer der Menschen, die hier rumhängen, ist Konrad, der Gärtner. Er erklärt mir 1 Mal im Monat, wieviel geiler es in Kasachstan sei. Zum einen wüchsen dort Orangen und Zitronen und zum anderen wären die Menschen dort tip top und obendrein scheint jeden Tag die Sonne. Im Gegensatz zu hier. Corona gäbe es dort nicht. Und hier übrigens … HAHAHAHAHA … eigentlich auch nicht. 

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der goldene scheißhaufen – 16692

Status: COVID-19-Pandemie1

Da wollte ich gerade auf zeit.de mal nachschauen, was so Positives in der Welt passiert ist, weil ich was in die Notizen zur Podcast-Episode E037 schreiben wollte. Aber dann habe ich etwas über Corona-Leugner gelesen, die vor dem Geburtshaus von Hitler in Braunau (Austria) voll inbrünstiger Dummheit gegen die Maßnahmen demonstriert haben. Da war die Laune wieder so im Naja-Modus. Und jetzt kann ich mich, während ich hier schreibe, nicht auf „Heute hat die Welt Geburtstag“ von Flake, dem Rammstein-Pianisten, konzentrieren und ich merke, wie ich längst nicht mehr diese Multitaskingfähigkeit besitze. Ich bin dumm geworden. Einfacher, weniger spritzig, mehr so dösig, langweilig. Und da frage ich mich ja immer, was soll ich denn da Leute treffen, wenn ich so langweilig bin. Gestern zum Beispiel: Da habe ich den 3D-Drucker extrem ignoriert. Ich dachte, du wolltest doch den Urlaub nutzen und dir 3D-Programme anschauen und mal wenigstens so ein selbst erwirktes Objekt ausdrucken. Doch mein Gehirn droht zu ex- oder implodieren ob der Milliarden Dinge, die man da vorher lesen oder betrachten müsste. Alleine das Wort „Videotutorial“ macht mich fertig.

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neuja! – 16690

Status: COVID-19-Pandemie1

Nun also ist das hier leicht modifiziert. Die Zahl in dem Sternchen, die mitzählte, wie lange es her ist, seit wir ins Home Office gezogen sind und somit also die Pandemie hierzulande begann, wird nun durch eine andere Zahl ersetzt. Die Umstände, in denen wir seit dem 17. März 2020 leben, sind nun Alltag geworden. Anders geht es nicht. Lamentieren ist ermüdend und wenig zukunftsgewandt. Daher – und um nicht den Eindruck zu erwecken, wir würden das komplett ausblenden, etwa weil wir nicht jammern über die Umstände – wird künftig der Corona-Status dem Blockpost voran stehen und unten im Kleingedruckten jeweils aufgelöst. Wir, das ist in erster Linie die liebe Frau (die auch gestreng sein kann) und ich, die wir hier aus guten Gründen in einem Haushalt hausen. Dies also für die Einsteiger in dieses kleine Blögchen.

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