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verschiedene dinge und wenn man vergisst eine kategorie auszuwählen

20,000 days of burning pitchforks

endlich ist es soweit. ich bin 20.000 tage alt und auf der welt und zwar ohne unterbrechung. soweit ich mich erinnere. und die zelle fährt. immer noch. hier auf dem blog, das jetzt „das blog auf huck.one“ ist und im leben und im berufsleben (aka man darf gespannt sein) wird vieles anders. komischer, vielleicht besser, schöner, anders, design. es ist mehr ruhe im kopf und in der seele und dann wirbelt wieder alles umher. so ist es ja immer. du musst morgens erwachen und dann keine angst haben oder ekel oder dies und das, was dir das leben im grunde zur hölle macht. und damit meine ich nicht die ruhende depression oder die krücken und den schiefen fuß, der mir keine ruhe lässt, wenn er nachts brennt. und die liebe frau meine ich schon gar nicht. die lungen aufblasen, den kopf zur sonne recken und es müssen wieder träume geträumt und anschließend gelebt werden. wenn draußen wölfe sich am wohnmobil reiben, das macht mir keine angst, der bär schon eher. der bär bin aber ja ich. auch. und so fahre ich 2021 langsam runter und dann 2022 ganz schnell alles wieder auf 100, vielleicht 125.

und wir wollen den göta-kanal entlang fahren. und ausnahmsweise, aber dann für immer, wieder den blauen himmel heim ins herz holen. und vielleicht alles seele nennen. und vielleicht sich mit plüschhündchen unterhalten und dumm und dämlich sein dürfen. und mut zur lücke haben dürfen. und (s)ich selbst sein dürfen. und die liebe frau legt dir die hand auf das knie und schaut dich an und wir sagen gleichzeitig „liebe“ und das ist dann so und daran hält man sich fest. ich hatte immer das gefühl, dass wir am ende auch in der gundel leben können und all das, was wir hier horten, stellen wir in ein lager und wenn nach einem jahr nichts vermisst wird, dann verschenken wir alles oder schmeißen es weg. so was halt. richtiges leben abseits des begriffs „erfolgreich“. reich schon, aber nicht erfolgreich. denn: für wen wäre ich erfolgreich? denkt denn mein bänker jetzt an mich? erzählt er seiner frau und seinen kindern von mir. weiß er, wer ich bin? für wen wäre ich erfolgreich? oder die frau oder der mann vom finanzamt. denkt er oder sie jetzt an mich. weiß er oder sie, wer ich bin. ist ihm oder ihr wichtig, dass ich erfolgreich bin? ich hoffe ja, aber es muss auch egal sein. es kann nicht wichtig sein. ich möchte wieder innerlich und äußerlich vw-bus fahren. mir möchte wieder egal sein, für welche art von status-symbol mein auto steht. ich würde gerne elektrisch fahren. aber auch wegen des schnick-schnacks und dem surren des motors und dem display in der mitte der konsole. oder wie das heißt, wo das lenkrad dran hängt und weil es zu mir fährt, wenn ich mal wieder nicht gehen kann und erschöpft bin. das wünsche mir. oder einen vw-bus. von mir aus auch einen von peugeot oder fiat oder tesla oder mercedes oder volvo.

also noch 42 tage und dann fahren wir nach italien oder frankreich oder dahin wo die inzidenzen low sind. mit katze oder ohne. wir fahren. und die hoffnung fährt immer mit. so ist das aber heute, da die sonne scheint und die heizung sich bemüht und raureif auf den wiesen liegt. heute bin ich 20.000 tage auf dieser komischen welt und früher war beileibe nicht alles besser. es muss immer „heute“ am besten sein, das ist das ziel. die zukunft müsste wieder eine verheißung sein. wenn wir noch eine haben, dann soll die zukunft eine sein. also: sich bemühen. nächstes frühjahr baue ich mir solar aufs pfauenhäuschendach. und wir bauen uns ein riesiges bett in die gundel (das hört sich jetzt auch komisch an). und ich mache magazine. ich mache dinge. und der göta-kanal. und dann sind es nur noch 3 jahre pandemie. und wir bleiben gefälligst gesund. und wir hoffen das beste. das sind so unsere funprobleme. das ist so das gedankenportfolio an diesem tag. ich friere, liebe die liebe frau (meine!) (sehr!) und denke, dass wir das alles hinkriegen. das wäre dann ziemlich viel. und das ist alles was man hoffen darf und das wäre dann mehr als ich erwarten konnte.

danke!

udo – 19837

Was ist, wenn alles nur ein Traum ist? Albtraum zum Beispiel. 

Aber nee, glaub ich nicht. Das ist halt nur eine kuriose Welt, in der die Cola warm wird, wenn sie zu lange rumsteht. Und man darf sich nicht wundern, wenn man die Toffifee auf der Treppe rumstehen lässt, dass dann die Ameisen kommen. Es ist eventuell nicht alles die totale Honky Tonky-Show. Es ist real. 

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vollpfosten, genannt achtsamkeitsfuckers gehen das haus – 19831

Ja, nun. Ich kenne ja schon einige sehr sorglose Menschen, die mit der Corona-Situation so ein bisschen lässig umgehen. Das sind dann Leute, die ich aus verschiedenen Gründen nicht umgehen kann, also keine Freunde, wohl aber Familienangehörige oder Dienstleister, bei denen man immer noch auf der Tragung der Maske bestehen muss, obwohl sie „doch schon einmal geimpft“ sind oder (köstlich!) einen Impftermin haben. Aber nun ich habe den ersten richtig krassen Corona-Leugner in meinem Umfeld ausgemacht. „Hahaha, Du gehörst also zu denen!“ lachte er mich aus und fügte irgendwann hinzu, dass es Corona wohl schon geben könnte, dass es aber völlig ungefährlich sei und das könne er mir auch beweisen. Wir könnten uns aber trotzdem mal treffen und uns da dann auch mal so richtig besaufen, auf die alten Zeiten. 

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der alte mann – 19832

Ich würde gerne richtig gendern und ich würde mich auch gerne an die guten Regeln halten. Leute mit diversen Hautfarben zum Beispiel richtig benennen. Und ich informiere mich auch stets, was jetzt der richtige Begriff ist. Mit 4 Jahren hat mir meine Mutter, unter mehrfacher Verwendung des N-Wortes schon erklärt, dass man N-Wort nicht sagt zu Menschen mit zum Beispiel schwarzer Hautfarbe. Oder dunkler Hautfarbe. Oder „dunklerer als jetzt unsere Hautfarbe-Hautfarbe“. Da hätten die Wächter*innen der Sprache schon aufbegehrt. Sie hätten meine Mutter fertig gemacht, weil sie so dumm und unsensibel ist. Sie hätten meine Mutter mundtot gemacht, geshitstormt und gecancelt, dass meine Mutter am Ende heulend am Küchentisch gesessen hätte und nicht gewusst hätte wo oben und unten und was richtig und/oder falsch ist. 

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die beste erfindung aller zeiten – 19821

Alles wurde besser als Apple neulich die Mausfunktion beim iPad zugelassen hat. Ich meine wirklich alles. Diese Veränderung spüren die Menschen bis in den letzten Winkel der Welt. 

Nun. Also. Auch wieder neulich hatte ich den Impuls, was zu schreiben als diese 53 hirn- und geistlosen Schauspieler ihre sogenannten, in Anführungzeichen „ironischen“ Videos ins Internet stellten. Als ich das gesehen habe, ist mir fast die Hutschnur geplatzt. Ich dachte quasi, dass mich der Affe lausen täte. Aber dann dachte ich mir, ja, brat mir doch einer einen Storch, das ist wahrlich nicht ratsam, seinen ganzen Hass immer gleich ins Internet zu kübeln. Ich bin ja nicht auf Twitter. 

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instant hope – 19782

Meine (alte) (wenn nicht so gar uralte) Freundin Christina schrub mir unlängst auf WhatApp, dass sie meinen letzten Post hier gelesen habe und mir wurde erst dadurch deutlich, nachdem ich mir das mal durchgelesen habe, dass das ja krass negativ und hoffnungslos erschien, was ich da schrieb. Ich lese mir das ja nie nochmal durch, bevor ich es poste.

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junk3rjørg3000_$$$ – 19780

Das ist der 383. Tag im Home Office (forever). Ich (denke, ich) werde nie wieder in einem normalen Büro arbeiten (wollen). Zwischendurch werde ich gewiss ein wenig rammdösig, aber eigentlich geht’s gut. Wenn mir der Winter zu sehr auf die Nerven geht, nehme ich die Oculus und laufe zum Beispiel durch irische Dörfer oder über die Hardangervidda. Oder ich versuche mir ein Brillengestell auf dem 3D-Drucker auszudrucken („Haas, du musst noch viel lerne‘!“). Ich kann aber nicht richtig klagen. Und dann frage ich mich, warum eigentlich nicht? Warum klage ich eigentlich nicht? Weil ich hier am Rande des Waldes lebe und die Menschheit irgendwo da unten im Dorf? Weil ich so ein vergesslicher Hund bin, so dass ich jeden Morgen aufstehe und denke, ach, wird schon gehen, bis mir beim allmorgendlichen Gang ins Bad wieder auf- oder einfällt, dass ich ja gar nicht gehen kann und jeder Schritt weh tut? Vergesse ich einfach, zu klagen? Und wenn ich morgens ein wenig zaudere mit den Umständen, ja, dann trinke ich vier Expressos und dann fange ich einfach an. Ich fange jeden Morgen wieder an. Da habe ich auch in den schlimmsten Depressionsphasen gemacht. Einfach angefangen. Mit dem, was ich kann und mit dem, von dem ich weiß, was als nächstes zu tun ist. So kann ich auch die Pandemie bewältigen. Denke ich oft. Nicht immer. Aber immer noch. Ich höre mir an, was die Virologen und Karl Lauterbach sagen und dann mache ich das so. Es gibt da nichts zu diskutieren. Mit wem auch?! Aktuell warten wir auf die 3. Welle. Die liebe, liebe Frau sagte heute, „Weißt Du noch, Bergamo, vor einem Jahr. Wie das Militär da die Leichen aus der Stadt gefahren hat?“, „Ja!“, sage ich. Und dann machen wir das so, wie Drosten und Lauterbach das sagen. Jeden Tag. Seit einem Jahr. Und jetzt? Wem soll man das noch erzählen? Wer hört noch zu? Wer hat noch die Kraft dazu? Es ist nicht mehr vermittelbar. Vor einem Jahr, da sind wir einmal in der Woche zum Rewe nach Oestrich-Winkel gefahren und der Himmel war blau und rein und frei von Kondensstreifen und die Straßen waren leer und man dachte, das ist ja fast wunderbar, wenn nur das Virus nicht wäre. Wir machten das ganz gut. Die paar Idioten steckten wir weg. Die stecken wir weg. 

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346 – 19743

Status: COVID-19-Pandemie1

Hi Fans,

i am it!

Und zwar Folgendes: Es ist viel passiert seit dem 6. Januar 2021, dem Tag, an welchem ich zuletzt schrub. Nämlich: nichts!

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der herr der zukunft – 19693

Status: COVID-19-Pandemie1

Also, es ist so: Wir wohnen hier in einer Art skurrilem Paradies. Das Häuschen, das wir bewohnen, ist nicht direkt eine Luxusbude, aber es reicht uns und es ist gemütlich. Gemütlichkeit ist richtig und wichtig. Das Häuschen steht jedoch auf einem Gelände, man kann es auch Anwesen nennen, und darauf wohnen diverse Menschen, die sich um das Anwesen kümmern sowie 1 Gräfin, 2 Katzen, 1 Hund, ein paar Ziegen, diverse Rehe, 1 Wildschweinfamilie und ein oder mehrere Füchse, die ich nicht auseinanderhalten kann. Füchse sehen alle gleich aus. Einer der Menschen, die hier rumhängen, ist Konrad, der Gärtner. Er erklärt mir 1 Mal im Monat, wieviel geiler es in Kasachstan sei. Zum einen wüchsen dort Orangen und Zitronen und zum anderen wären die Menschen dort tip top und obendrein scheint jeden Tag die Sonne. Im Gegensatz zu hier. Corona gäbe es dort nicht. Und hier übrigens … HAHAHAHAHA … eigentlich auch nicht. 

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der goldene scheißhaufen – 16692

Status: COVID-19-Pandemie1

Da wollte ich gerade auf zeit.de mal nachschauen, was so Positives in der Welt passiert ist, weil ich was in die Notizen zur Podcast-Episode E037 schreiben wollte. Aber dann habe ich etwas über Corona-Leugner gelesen, die vor dem Geburtshaus von Hitler in Braunau (Austria) voll inbrünstiger Dummheit gegen die Maßnahmen demonstriert haben. Da war die Laune wieder so im Naja-Modus. Und jetzt kann ich mich, während ich hier schreibe, nicht auf „Heute hat die Welt Geburtstag“ von Flake, dem Rammstein-Pianisten, konzentrieren und ich merke, wie ich längst nicht mehr diese Multitaskingfähigkeit besitze. Ich bin dumm geworden. Einfacher, weniger spritzig, mehr so dösig, langweilig. Und da frage ich mich ja immer, was soll ich denn da Leute treffen, wenn ich so langweilig bin. Gestern zum Beispiel: Da habe ich den 3D-Drucker extrem ignoriert. Ich dachte, du wolltest doch den Urlaub nutzen und dir 3D-Programme anschauen und mal wenigstens so ein selbst erwirktes Objekt ausdrucken. Doch mein Gehirn droht zu ex- oder implodieren ob der Milliarden Dinge, die man da vorher lesen oder betrachten müsste. Alleine das Wort „Videotutorial“ macht mich fertig.

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